0.Aktivitäten 2026

Hier die aktuelle Liste der Aktivitäten für das Jahr 2026

1.Vernissage mit dem Eröffnungsvortrag zur Ausstellung am Freitag 16.1. um 18.30 im Ratssaal der Stadt

Im Januar starten wir unsere Veranstaltungen in Kooperation mit dem Partnerschaftsverein Oppenheim-Givry mit einer 

Ausstellung im Gautor in Oppenheim zu "Der gescheiterte Friede - Die Besatzungszeit 1918 - 1930 im heutigen Rheinland-Pfalz."

Die Vernissage findet statt am Freitag, den 16. Januar um 18.30 Uhr im Rathaus der Stadt Oppenheim.

Den Eröffnungsvortrag mit anschließendem Ausstellungsbesuch hält Frau Dr. Engelen vom Institut für geschichtliche Landeskunde.

Sie alle sind herzlich dazu eingeladen. Der Eintritt zum Vortrag und zur Ausstellung sind frei. 

 

Die Ausstellung im Gautor ist an den Wochenenden 

Samstag und Sonntag 17./18. Januar sowie 

Samstag und Sonntag 24./25. Januar jeweils von 11.00 - 17.00 geöffnet. 

Sie wirft einen interessanten Blick auf Ereignisse, die heute wenig im Bewusstsein sind, dafür umso mehr die Bedeutung des Elysee-Vertrags von 1963, die Anlass für die dt.-frz. Tage sind, klar machen. Wir freuen uns über reges Interesse an allen Veranstaltungen der Kooperationsreihe. 

2.Voranzeige ! Vortrag:Rassenwahn und nationalsozialistische Weinpropaganda – Die Ausschaltung des jüdischen Weinhandels im ‚Dritten Reich’

Als das NS-Regime in den letzten Friedensjahren des „Dritten Reiches“ unter der eingängigen Parole „Wein ist Volksgetränk!“ eine bis dahin einzigartige Absatzkampagne für den deutschen Rebensaft entfaltete, blieben die jüdischen Weinhändler von dieser staatlichen „Weinpropaganda“ selbstredend ausgeschlossen. Und damit nicht genug: Unter offenen Bezug auf die kurz zuvor erlassenen unsäglichen „Nürnberger Gesetze“ sollte der 1935er Jahrgang im pfälzischen Neustadt ganz offiziell zum „Rassereinen“ ausgerufen werden! Bereits Jahre bevor die legislativen Eingriffe des Hitlerstaates zur Arisierung aller jüdischen Gewerbebetriebe erfolgten, waren damit insbesondere auch die vielen jüdischen Bürger, die in Rheinhessen seit Generationen mit und im Weinhandel ihren Lebensunterhalt verdienten, ins Visier der braunen Machthaber geraten.<u1:p></u1:p>

Wie wirkte sich die forcierte Ausschaltung des jüdischen Weinhandels daraufhin konkret in ökonomischer Hinsicht aus? Und welche Rolle spielte der Rassenwahn in der nationalsozialistischen Weinpropaganda? Gibt es etwa auch unmittelbare Bezüge der antisemitischen Hetzpropaganda zur Gründung der „Deutschen Weinstraße“ durch den pfälzischen Gauleiter Josef Bürckel im Oktober 1935?

 

 

Dies alles sind Fragen, denen Dr. Christof Krieger nunmehr in seinen jüngsten Forschungen zum dunkelsten Kapitel der deutschen Weinbaugeschichte nachgehen möchte. Dr. Krieger, Leiter des Mittelmosel-Museums in Traben-Trarbach, beschäftigt sich seit mehr als zwanzig Jahren wissenschaftlich mit dem Schicksal von Winzern und Weinhändlern im Hitlerstaat. Seine 2018 erschienene Dissertation zur NS-Weinpropaganda wurde zwischenzeitlich in der dritten Auflage neu aufgelegt.