1.Rassenwahn und nationalsozialistische Weinpropaganda’- Die Ausschaltung des jüdischen Weinhandels im ‚Dritten Reich’

Als das NS-Regime in den letzten Friedensjahren des „Dritten Reiches“ unter der eingängigen Parole „Wein ist Volksgetränk!“ eine bis dahin einzigartige Absatzkampagne für den deutschen Rebensaft entfaltete, blieben die jüdischen Weinhändler von dieser staatlichen „Weinpropaganda“ selbstredend ausgeschlossen. Und damit nicht genug: Unter offenen Bezug auf die kurz zuvor erlassenen unsäglichen „Nürnberger Gesetze“ sollte der 1935er Jahrgang im pfälzischen Neustadt ganz offiziell zum „Rassereinen“ ausgerufen werden! Bereits Jahre bevor die legislativen Eingriffe des Hitlerstaates zur Arisierung aller jüdischen Gewerbebetriebe erfolgten, waren damit insbesondere auch die vielen jüdischen Bürger, die in Rheinhessen seit Generationen mit und im Weinhandel ihren Lebensunterhalt verdienten, ins Visier der braunen Machthaber geraten.

Wie wirkte sich die forcierte Ausschaltung des jüdischen Weinhandels daraufhin konkret in ökonomischer Hinsicht aus? Und welche Rolle spielte der Rassenwahn in der nationalsozialistischen Weinpropaganda? Gibt es etwa auch unmittelbare Bezüge der antisemitischen Hetzpropaganda zur Gründung der „Deutschen Weinstraße“ durch den pfälzischen Gauleiter Josef Bürckel im Oktober 1935?

Dies alles sind Fragen, denen Dr. Christof Krieger nunmehr in seinen jüngsten Forschungen zum dunkelsten Kapitel der deutschen Weinbaugeschichte nachgehen möchte. Dr. Krieger, Leiter des Mittelmosel-Museums in Traben-Trarbach, beschäftigt sich seit mehr als zwanzig Jahren wissenschaftlich mit dem Schicksal von Winzern und Weinhändlern im Hitlerstaat. Seine 2018 erschienene Dissertation zur NS-Weinpropaganda wurde zwischenzeitlich in der dritten Auflage neu aufgelegt.

Vortrag am Donnerstag, den 26. Februar 2026 um 19.00 Uhr im Deutschen Weinbaumuseum Oppenheim

Eintritt: 7,-€ inkl. einem Getränk 

 

2.Mitgliederversammlung des OGV

Die aktuelle Mitgliederversammlung findet am 12.März 2026 im Altenzentrum der Stiftung Zivilhospital, Jakob-Steffan-Platz 1, in Oppenheim statt. 

3.Kornsandgedenken

Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an die Opfer des Kornsandverbrechens.

Am Samstag den 21. März 2026  

um 18 Uhr 

An der Gedenkstätte auf dem Kornsand 

4.Was darf´s sein?

Wo man in Oppenheim früher einkaufen konnte.

Vortrag von Thomas Ehlke und Ulla Eisenhardt 

Am Mittwoch den 15. April 19.30 Uhr 

im Altenzentrum Oppenheim, Jakob-Steffan-Platz 1

5.Chinin-wie es in die Welt kam

Vortrag am Donnerstag, 11. Juni 2026 um 19.30Uhr 

Chinin-wie es in die Welt kam - Friedrich Koch und die Anfänge der pharmazeutischen Industrie 

Im Weingut Stieh-Koch, Wormser-Str. in Oppenheim 

Eintritt 7.- Euro inkl. einem Getränk